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Jahresüberschuss +60%. Anstieg des Betriebsergebnisses um 21% resultiert aus Ertragssteigerung um 11% bei rückläufiger Cost/Income-Ratio. CEE trägt rund die Hälfte zum Gesamtergebnis bei.
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Einmalerträge im Jahresabschluss reinvestiert für UniCredit-Sonderaufwendungen, Restrukturierungsrückstellungen und Einmalanpassung der Kreditrisikovorsorge im Privatkundensegment.
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Wertorientiertes Wachstum: starke Expansion in CEE, aber auch im österreichischen Privatkundengeschäft.
Anhaltend hohe Rentabilität bei Großkunden und Immobilien sowie International Markets. Restrukturierung des Problemsegments Firmenkundengeschäft Österreich in Angriff genommen. -
2006 fortgesetzte Volumens- und Ertragssteigerung erwartet. UniCredit-Integration bringt unbestrittene Marktführerschaft auf den CEE-Wachstumsmärkten.

Die Bank Austria Creditanstalt hat den stetigen Aufwärtstrend der letzten Jahre fortgesetzt und 2005 ein Rekordergebnis erzielt: Das Betriebsergebnis hat sich in den letzten fünf Jahren von Jahr zu Jahr verbessert, allein von 2004 auf 2005 um 21% auf 1,142 Mrd €. Der Jahresüberschuss hat um 60% auf 1.075 Mio € zugenommen, nach Abzug der Fremdanteile um 58% auf 964 Mio €. Das Ergebnis je Aktie stieg von 4,14 € 2004 unter Berücksichtigung der Erstanwendungseffekte aus geänderten und neuen IFRS auf 6,56 €. Seit dem Börsengang am 8. Juli 2003 hat sich die Marktkapitalisierung – und damit der Wert der Bank – von 4,3 Mrd € auf 13,8 Mrd € Ende 2005 erhöht. An der Börse bleibt die BA-CA damit unter den drei höchst bewerteten Unternehmen Österreichs. Die dynamische Aufwärtsentwicklung der Gewinne und der Marktkapitalisierung spiegeln einerseits die kräftige Steigerung der Profitabilität, andererseits das Vertrauen des Kapitalmarktes in die Leistung der Gruppe wider.
Das gute Resultat 2005 bestätigt die konsequente Ausrichtung der Bank auf wertorientiertes Wachstum und gezielten Kapitaleinsatz, nachhaltige Ertragsverbesserung und Effizienzsteigerung in den letzten fünf Jahren: Auf die Konsolidierung in Österreich (abgeschlossen mit der Fusion von BA und CA im Jahr 2002) folgte die Integration der CEE-Töchter von HVB und BA-CA (schwerpunktmäßig 2001 und 2002). In den letzten beiden Jahren haben wir auf Expansion in den rentablen Bereichen geschaltet und zugleich unsere Kundenbetreuung im Retailgeschäft sowie die hinter dem Kunden liegenden Prozesse rationalisiert.

Im Rahmen unserer Mittelfrist-Planung haben wir in unserem letzten Geschäftsbericht das Ziel bekanntgegeben, 2005 ein Ergebnis vor Steuern von über einer Milliarde Euro zu verdienen. In unserem September-Zwischenbericht haben wir dem Kapitalmarkt ein Vorsteuerergebnis 2005 in Höhe von „über 1,3 Mrd €“ in Aussicht gestellt, dabei aber darauf hingewiesen, dass im Jahresabschluss weitere Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen und noch zu konkretisierende Sonderaufwendungen im Zusammenhang mit der Integration in die UniCredit Gruppe zu tragen sein würden. Selbst unter Einschluss dieser Sonderaufwendungen haben wir das Jahresziel mit einem Ergebnis vor Steuern von 1,301 Mrd € exakt erreicht. Die Steigerung gegenüber 2004 beträgt 443 Mio € oder 52%. Allein im vierten Quartal haben wir unter anderem zur Vorbereitung des Konzerns auf künftige Anforderungen im Zuge der Integration in die UniCredit Gruppe 143 Mio € als Sonder- bzw. Einmalaufwendungen gebucht. Vor diesen Maßnahmen hätte sich rechnerisch ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 1.444 Mio € ergeben.
Die im Jahresverlauf erzielten Buchgewinne aus der Abgabe der Investkredit-Anteile sowie aus dem Aktientausch in Zusammenhang mit dem Erwerb der Banca Comerciala „Ion Tiriac“ in Rumänien – zusammengenommen 254 Mio € – waren bereits im Zwischenabschluss zum dritten Quartal enthalten. Wir haben sie im Jahresabschluss zum großen Teil für die Strukturverbesserung unseres Geschäfts „reinvestiert“: 90 Mio € für die Restrukturierung des Geschäftsfeldes Firmenkunden Österreich sowie 18 Mio € in den Geschäftsfeldern CEE und Corporate Center. Darüber hinaus haben wir gestützt auf eine verfeinerte Methodik und genauere Trennschärfe des Risikomanagement-Instrumentariums, zum Teil aber auch im Einklang mit der Marktentwicklung, die Kreditrisikovorsorge um 70 Mio € höher angesetzt. Diese Anhebung steht auch im Einklang mit den höheren Vorsorgesätzen der UniCredit Gruppe. Schließlich haben wir 25 Mio € an Sonderaufwendungen in Zusammenhang mit der Integration in die UniCredit Gruppe überwiegend im Verwaltungsaufwand verbucht. Per Saldo reduzieren sich die Einmaleffekte des Gesamtjahres somit auf 51 Mio €.
Die Qualität des Ergebnisses hat sich 2005 weiter verbessert, was wir mit den erwähnten Einmalaufwendungen zur Strukturverbesserung dauerhaft sichern wollen.
- Nachhaltige Ertragssteigerung: Die Betriebserträge (einschl. sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen) konnten wir um 11% oder um 436 Mio € auf 4.258 Mio € erhöhen. Darunter haben sich der Zins- und der Provisionsüberschuss sowohl im Gesamtjahr als auch im Quartalsverlauf stetig verbessert. Während der Zinsüberschuss vor allem im CEE-Geschäft besonders stark zulegte, ist hervorzuheben, dass zum Anstieg des Provisionsüberschusses um 225 Mio € oder 18% sämtliche Geschäftsfelder beigetragen haben. Dies unterstreicht, dass kapitalmarktnahe, somit Eigenkapital sparende, Finanzierungs- und Anlageinstrumente auf unseren beiden Kernmärkten im Vordringen sind.
- Handelsergebnis – ein stabiler Ertragspfeiler: Mit 237 Mio € konnte das gute Handelsergebnis des Vorjahres (233 Mio €) noch leicht übertroffen werden.
- Wertmanagement – Expansion in Geschäftsfeldern mit Wachstums- und Rentabilitätsperspektive: Die durchschnittlichen risikogewichteten Aktiva nahmen um 7% zu, darunter in Zentral- und Osteuropa (CEE) um 26% und bei Privatkunden Österreich um 19%. 2005 haben wir in Bulgarien, Rumänien, Serbien und Montenegro sowie Bosnien und Herzegowina weitere Banken akquiriert beziehungsweise integriert. Das Geschäftsfeld CEE trug 54% zum gesamten Ergebnis vor Steuern bei, bereinigt um Sondereffekte 47%.
- Kosten fest unter Kontrolle: Der Verwaltungsaufwand ist 2005 zwar gestiegen, jedoch deutlich hinter der Geschäftsausweitung zurückgeblieben. Die Cost/Income-Ratio gab um mehr als 3 Prozentpunkte auf 61,6% nach. Ein Großteil des Kostenanstiegs (92%) stammt aus CEE und ist auf Wechselkurseffekte (aus der Umrechnung der lokalen GuV-Rechnungen zu durchschnittlichen Wechselkursen) und die Erweiterung des Konsolidierungskreises zurückzuführen.
- Fortschritte im Risiko- und Kreditportfoliomanagement: Im stark expandierenden CEE-Geschäft konnten wir 2005 das Kreditrisiko gemessen am Zinsüberschuss in etwa konstant halten (12,0% nach 11,5%). Im österreichischen Privatkunden- und Firmenkundengeschäft haben wir im abgelaufenen Jahr unsere Methoden zur Kreditrisikoerkennung in Anlehnung an die Basel II-Bestimmungen ständig verbessert. Die sich aus der neuen Methodik ergebenden höheren Vorsorgesätze bei den Pauschal-Einzelwertberichtigungen (PEWB) entsprechen auch dem Niveau der UniCredit Gruppe. Im Segment Großkunden und Immobilien haben wir unser Kreditrisiko durch aktives Management auf dem Sekundärmarkt kräftig (um 6%) reduziert.
- Ausgezeichnete Kapitalausstattung: Mit der Bildung der UniCredit Gruppe wird sich sowohl der geografische Perimeter der BA-CA als auch die Marktstellung in einzelnen CEE-Ländern erweitern. Mit 7,5 Mrd € an Eigenkapital (IFRS, inkl. Fremdanteile zum Jahresende) ist die BA-CA bestens für ein anhaltend kräftiges Wachstum gerüstet. Die Kernkapitalquote von 8,29% verdeutlicht dieses Potenzial.